Archive for the 'Öko-Pop' Category

Gestern gegen Atomkraft,

heute für mehr Aufklärung. Ich verstehe diese Waschlappen-Partei CDU nicht mehr:

»Das Kanzleramt ist mit den Untersuchungen der Marine unzufrieden. Der Bericht sei einseitig und mit zu viel Verständnis für Seefahrerrituale.«

Mule und Cairo, die neuen CEOs von BP am Werk

“Ursprünglich war das Vorhaben, das Bohrloch durch den Beschuss mit einer schweren Schlammmasse zu schließen, für Sonntag geplant. Nach BP-Angaben dauern die Vorbereitungen länger als gedacht, weil die Aktion so kompliziert ist.

Dabei will das Unternehmen das Bohrloch durch den Beschuss mit einer schweren Schlammmasse schließen. Ob die Aktion erfolgreich ist, wird nach Medienberichten allerdings erst eine Woche später feststehen. In die Operation sind drei große Schiffe und 16 Unterwasser-Roboter eingebunden. Klappt das Manöver nicht, soll die sprudelnde Ölquelle zum Verstopfen mit Golfbällen und Gummiteilen bombardiert werden.”

Jaaaaaaaaa. Endlich wieder Mülltrennen!

Mein Gott, was für eine Erlösung: ich kann wieder Müll trennen. Endlich vom Zwang befreit, alles hirnverschissen in einen Pott zu werfen, wie man das in USA so macht. Unser Zimmer sah nämlich jeden Tag ungefähr so aus:

Meine Güte, endlich wieder frei, ganz ohne Zwang und schlechtes Gewissen, dafür in der Gewißheit, etwas Gutes und Richtiges zu tun!

Der evangelische Vikar Ihres Vertrauens

Gruß von der Gentrification-Front

aus Adams Morgan, Washington DC. Ein paar Meter die Straße runter waren die großen »Rassen«-Unruhen der 1960er Jahre, wo alles abgefackelt wurde. Bis vor ca. 15 Jahren war hier alles Black Community, vor allem auch Eritreer. Jetzt wohnt hier die weiße Bourgeoisie mit dem iPad, und Leute wie ich gehen hier äthiopisch essen, saufen ebensolches Bier und zahlen mit American Express. Vor 20 Jahren hätte ich die Karte wohl an der Straßenecke abgeben müssen.

Zu meiner Ehrenrettung muß ich aber sagen, daß wir in der Hood wohnen (Nähe Trinidad/Isherwood). Ich habe genau einen Whitie dort gesehen. Mit Hornbrille. Wahrscheinlich ein Gentrifier.

Ökokonsum? Ja, mehr davon!

Diejenigen, die sich wohl mal als »links« definierten, weil sie Latzhose, Birkenstock und Henna trugen und verrotteten Öko-Kohl aßen, mokieren nun auf. Es gibt erste Anzeichen dafür, daß nicht nur Rechte was am Öko-Diskurs auszusetzen haben (»alles Medien-Lüge«), sondern auch Linke, weil Ihnen der Konsumaspekt – par excellance vorexerziert an diesem Freitag von Meredith Haaf – als anti-kritisch gilt. Öko-Pop ist Ihnen ein Graus, weil sich nur betroffen über die Welt und ihr Schicksal räsonnieren läßt. Mich selbst haben sie in den 90ern noch schräg angekuckt, weil ich genau das vorausgesagt habe und leider vergaß, es als Geschäftsidee (Beratungsagentur) zu verberuflichen, ich wäre wohl Millionär mitlerweile: Wenn Öko was reißen soll, dann muß es weg von diesen unterfickten, protestantischen Pfarrer-Töchtern aus dem norddeutschen Flachland und mitten ins Leben rein, die jouissance ansprechen. Diese Liga mokiert nun aber auf:

»Yet when “The Daily Mail” launches an anti-plastic bag campaign, Mike
Goodman begins to wonder whether “mainstreaming is going in the
direction we want to go”. The fact that environmentalism is no longer
political means “you’ve lost that distinctly anti-corporate point of
critique to mobilize people as a movement, to get them to change their
behaviour at a larger structural level”. Monbiot concurs: “The
consumerist response is completely hopeless. [...] The only effective
journalism is the journalism which mobilizes us as citizens rather than
as consumers.”«

Wenn den Grünen da nicht bald was einfällt, dann ist das Feld in 10 Jahren komplett an die FDP gegangen. Anti-corporatistisch waren sie eh nur mal am Anfang, als sie noch »sozialistisch« waren. Nach Entsorgung jener Personen (Trampert, Ebermann, Ditfurth …) Mitte der 80er Jahre sind sie nun auf Kurs. Wer was gegen Unternehmerprofite hat, der muß halt doch Kommunist bleiben, das zahlt sich nun wieder aus.

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