Archive for the 'Unsere Armut' Category

Occupy something II

Von den Anwesenden am Rathaus Hamburg (ich sage bewusst nicht Demonstranten) lässt sich schon sicher sagen, dass die Mehrheit dem Umfeld der Mittelschicht zuzuordnen ist. Es waren angeregte Diskussionen zwischen den Menschen zu vernehmen. Über die Bankenkrise und über die Tatsache, dass viele abhängig Beschäftigte, die acht Stunden am Tag arbeiten, nicht von ihrem Einkommen leben können.

Interessant war auch, dass Parteien, Gewerkschaften und sonstige Verbände versuchten, sich mit der Demo zu solidarisieren. Diese wurden aber von den Organisatoren in die Schranken gewiesen. Nur selbst gemalte Schilder waren gewünscht, keine Fahnen oder Parteiabzeichen.

Jedoch kam mir die gesamte Szenerie etwas wirr vor. Die einen trugen Spaßplakate, die anderen nicht, während eine Rednerin aus Ägypten etwas über die Geschehnisse auf dem Tahrir Platz erzählte.  Die Reden erweckten den Eindruck, einen globalen Zusammenhang herstellen zu wollen. Jedoch gelang dies nicht so ganz. Ähnliches galt auch für einen Sprecher aus Spanien.

Dann gab es da noch eine kleine Spaßguerilla (drei Leute), die mit lauter Musik die Veranstaltung störten (ich hatte zunächst verkleidete FDP Wähler vermutet).

Alles in allem hatte ich nicht das Gefühl, dass hier was großes in Gang gekommen ist. Das schaute eher nach einem Event aus, ähnlich der Facebook-Partys.

Warum sollte auch was passieren. Die 98,9% haben noch genügend Geld um etwas kaufen zu können und verstehen überhaupt nicht, was der Markt ist und was er mit ihnen macht. Vielleicht helfen Adornos Reflexionen zur Klassentheorie weiter.

 

Ruf nach Entwicklungshilfe wird lauter.

Disziplin durch Abstinenz

Der zechenden und schmauchenden Unterschicht soll es an den Kragen gehen! Kein Geld mehr für Alkohol und Zigaretten auf Konten von Langzeitarbeitslosen zu überweisen, fordern nun etliche lasterlose Herrschaften aus Politik und Wirtschaft. Hartz IV soll den Grundbedarf abdecken, erklären diese, in den Alkohol und Tabak als Genussmittel nicht dazugehörten. So einfach ist dieses Erklärungsmodell allerdings nicht.

http://ad-sinistram.blogspot.com/2010/09/disziplin-durch-abstinenz.html

Wer von den beiden …

netten Gesichtern hat heute am 14. Juli 2010 eine lächerliche Bewährungsstrafe erhalten?
Wer richtig antwortet, bekommt einen FDP Aufkleber.

Juhuu, der iMac ist da

endlich nen neuen Bürorechner. 27″, i5, 1 TB Harddisk und so weiter, die größte Maschine halt. War aber auch teuer für den Staat.

Costas Fakelaki

Counterculture, made in DC

Today, I met an outstanding scholar: Bernard W., whom I saw on the streets of Washington, DC. I spotted him (or the figure behind the book) at a local Mc Donald’s in Woodley. The first impression was simply stunning: a person, who reads at Mc Donald’s … ?

Albeit the fact that some fella’s reading at MCD is weird enough, it really blew me away what book he held in hands. At first, I had to look twice if this is not a Tarrantino film set, but it really was a convincing peace of counterculture:

We talked for three hours. The afternoon turned out to be one of the most delightful conversations I ever had. A jobless black person is reading critical theory and his interpretations on Zizek, Foucault and Godard just blew me away. To be honest: I’ wished that most of my students would be eager enough to reach his level of philosophizing severe social and ideological problems. I couldn’t compete. This son of a worker’s family was raised with books, a privilege I hadn’t had at least: »my parents feeded me with books, the only food that made me stay silent«. He never attended higher education, never attended a college. But at the age of 40 he still spends his money on books about Marx, Zizek & Badiou:

You surely understand that I developed a deep sentiment of respect towards this person. But in some regard it also made me feel very sad. Thinking about my situation at home – I teach the sons and daughters of bourgeoise people who will never ever have the guts to challenge current ideologies on the poor and disadvantaged – I was reasoning why neoliberalism is that successful in formatting people’s minds with the dull fantasy of conspicious consumption. At least, Bernard resists. Our institutions lost somebody when they managed to be the exclusive schools for elitist’s wimps.

I’d wish to bring him to university – if anybody knows some open posts for DC’s urban avantgarde, please forward me. Till that, I will have some fun strolling the streets with him.

Spätrömische Dekadenz (2)

Der Brunello ist überschätzt. Nach drei Tagen hintereinander diese 20-Euro-Plörre kann ich sie nicht mehr sehen. Irgendwie geht mir der Geschmack auf die Nerven. Ein geradliniger Äppelwoi kommt mir gerade ehrlicher vor.

Ich glaub ich schütte das Zeugs mal wech.

Fiese Fliesen

Klick aufs Bild ins Grauen!

Jetzt bin ich zum ersten Mal sprachlos: ist das eine Ente?

Das meint er nicht ernst, oder? Sagt mir bitte einer, daß heute der 1. April ist:

Nautischer Nazizauber
Vor 70 Jahren versenkte der Kapitän die Admiral Graf Spee vor Montevideo selbst – Hitler schäumte. Nun will Guido Westerwelle das deutsche Panzerschiff bergen lassen. Von Joachim Käppner mehr …

PNEW Umfrage: Wie lange darf Guido Westerwelle noch den Außenminister simulieren?

Stimmt per Kommentar ab.

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